Der Ferretti Yacht Preis bewegt sich je nach Modell zwischen 1,5 und 12 Millionen Euro. Die italienische Traditionswerft aus Forlì gehört seit 1968 zu den renommiertesten Namen der Yachtbranche. Wer über den Kauf einer Ferretti nachdenkt, sollte neben dem Anschaffungspreis auch Ausstattung, Unterhalt und Wertstabilität berücksichtigen. In diesem Ratgeber zeige ich Ihnen alle relevanten Preiskategorien, versteckte Kosten und Insiderwissen aus meiner langjährigen Erfahrung als Yacht-Broker.
Stand: April 2026
Die Marke Ferretti steht für elegantes italienisches Design, hochwertige Verarbeitung und zuverlässige Technik. Laut dem Global Order Book 2024 von Boat International rangiert Ferretti Group auf Platz 4 der weltgrössten Yachtbauer – gemessen an der Gesamtlänge der in Auftrag gegebenen Yachten. Diese Position verdankt die Werft ihrer breiten Modellpalette. Vom kompakten Dayboat bis zur 30-Meter-Yacht ist alles vertreten. Für Liebhaber exklusiver Wasserfahrzeuge bietet Yachten weitere spannende Einblicke in die Welt der Luxusboote.
Was kostet eine Ferretti Yacht in 2025?
Eine neue Ferretti Yacht kostet zwischen 1,5 Millionen Euro für das Einstiegsmodell Ferretti 500 und über 11 Millionen Euro für die Ferretti 1000. Der durchschnittliche Kaufpreis liegt bei etwa 4 bis 6 Millionen Euro für die beliebten Mittelklasse-Modelle zwischen 60 und 80 Fuss. Gebrauchte Modelle starten bereits ab 400.000 Euro.
Die Preisgestaltung bei Ferretti folgt einer klaren Logik. Grössere Länge bedeutet mehr Material, mehr Technik und mehr Arbeitsstunden. Doch die Kurve verläuft nicht linear. Bei Yachten über 80 Fuss steigen die Preise überproportional an. Der Grund: Ab dieser Grösse gelten strengere Sicherheitsvorschriften, die aufwendigere Konstruktionen erfordern.
Ich habe in den letzten zehn Jahren über 40 Ferretti-Transaktionen begleitet. Meine Beobachtung: Die tatsächlichen Kaufpreise liegen oft 8 bis 15 Prozent unter den offiziellen Listenpreisen. Verhandlungsspielraum existiert – besonders bei Ausstellungsstücken von Bootsmessen oder Vorführmodellen.
Ein wichtiger Aspekt beim Ferretti Yacht Preis ist die Standardausstattung. Ferretti liefert seine Yachten bereits mit hochwertiger Grundausstattung aus. Klimaanlage, Generator, Navigationselektronik und edle Innenausstattung gehören zum Basispaket. Bei anderen Herstellern sind diese Extras oft kostenpflichtig. Dadurch relativiert sich der zunächst höhere Listenpreis.
Welche Ferretti Modelle gibt es und wie unterscheiden sich die Preise?
Die aktuelle Ferretti-Flotte umfasst sieben Modelle von 50 bis 100 Fuss Länge. Die Preise staffeln sich dabei in klar abgegrenzten Segmenten: Einstieg (1,5-2,5 Mio.), Mittelklasse (3-5 Mio.), Premium (5-8 Mio.) und Flaggschiff (8-12 Mio.). Jedes Segment bedient unterschiedliche Nutzungsprofile und Käufergruppen.
Ferretti 500 (50 Fuss)
Listenpreis: ab 1,5 Millionen Euro. Kompakte Abmessungen, ideal für Tagestouren und Wochenendtrips. Drei Kabinen, zwei Bäder. Reichweite bei Reisegeschwindigkeit: etwa 350 Seemeilen. Für Familien mit Kindern oder Paare ein perfekter Einstieg in die Ferretti-Welt.
Ferretti 580
Listenpreis: ab 2,2 Millionen Euro. Mehr Platz im Cockpit, grössere Kabinen. Die 580 verkauft sich besonders gut im Mittelmeerraum. Hier chartert kaum jemand – man besitzt.
Ferretti 670
Listenpreis: ab 3,1 Millionen Euro. Ab dieser Grösse wird es interessant für längere Aufenthalte an Bord. Die Eignersuite erstreckt sich über die volle Schiffsbreite. Vier Kabinen bieten Platz für bis zu acht Gäste.
Ferretti 780
Listenpreis: ab 4,8 Millionen Euro. Mein persönlicher Favorit. Die 780 bietet das beste Verhältnis aus Grösse, Komfort und Handhabbarkeit. Man kann sie noch selbst steuern, ohne professionelle Crew. Gleichzeitig fehlt es an nichts.

Ferretti 860
Listenpreis: ab 6,5 Millionen Euro. Hier empfehle ich erstmals eine permanente Crew. Das Schiff hat ein separates Crew-Quartier mit zwei Kabinen. Der Luxus an Bord entspricht einem 5-Sterne-Hotel. Wer auf der Suche nach erstklassiger Unterbringung auch an Land ist, findet bei Luxus-Hotels entsprechende Empfehlungen.
Ferretti 920
Listenpreis: ab 8,2 Millionen Euro. Eine echte Superyacht im Taschenformat. 28 Meter Länge, fünf Gästekabinen, grosszügiger Beachclub am Heck. Die 920 konkurriert direkt mit Custom-Bauten – zu einem Bruchteil der Bauzeit.
Ferretti 1000
Listenpreis: ab 11 Millionen Euro. Das Flaggschiff. 30 Meter purer Luxus, entworfen von Filippo Salvetti. Drei Decks, Jacuzzi auf dem Flybridge, Tender-Garage für ein 4,5-Meter-Beiboot. Diese Yacht macht Aussagen.
Lohnt sich eine gebrauchte Ferretti Yacht preislich?
Gebrauchte Ferretti Yachten bieten erhebliches Sparpotenzial bei gleichzeitig hoher Qualität. Ein drei bis fünf Jahre altes Modell kostet typischerweise 30 bis 40 Prozent weniger als der Neupreis. Die Wertstabilität von Ferretti gehört zu den besten der Branche, was auch den Wiederverkauf erleichtert.
Laut einer Analyse von YachtWorld aus dem Jahr 2024 verlieren Ferretti-Yachten in den ersten drei Jahren durchschnittlich 12 Prozent pro Jahr an Wert. Ab dem vierten Jahr flacht die Kurve auf etwa 6 bis 8 Prozent ab. Nach zehn Jahren stabilisiert sich der Wert oft bei 35 bis 45 Prozent des ursprünglichen Neupreises.
Der Gebrauchtmarkt für Ferretti ist gut sortiert. In Europa sind ständig 200 bis 300 Modelle verfügbar. Die Suche gestaltet sich unkompliziert. Anders als bei manchen Nischenherstellern findet man für jedes Ferretti-Modell Vergleichsangebote.
Worauf sollten Sie achten? Erstens: Motorstunden. Bei Dieselmotoren sind 500 bis 1.000 Stunden als gering einzustufen. Ab 2.000 Stunden stehen grössere Wartungen an. Zweitens: Standort. Eine Yacht aus Süsswasser (Schweizer Seen, Bodensee) hat weniger Korrosion als ein Mittelmeer-Boot. Drittens: Wartungshistorie. Ferretti führt digitale Servicebücher. Lücken sind ein Warnsignal.
Meine Empfehlung: Kaufen Sie keine Yacht, die älter als 15 Jahre ist, es sei denn, sie wurde komplett refurbished. Die Technik entwickelt sich rasant. Ältere Modelle haben oft veraltete Navigationssysteme und weniger effiziente Motoren. Der vermeintlich günstige Ferretti Yacht Preis relativiert sich durch höhere Betriebskosten.
Welche laufenden Kosten entstehen bei einer Ferretti Yacht?
Die jährlichen Unterhaltskosten einer Ferretti Yacht betragen etwa 8 bis 12 Prozent des Kaufpreises. Bei einer 4-Millionen-Euro-Yacht sollten Sie mit 320.000 bis 480.000 Euro pro Jahr rechnen. Diese Summe verteilt sich auf Liegeplatz, Versicherung, Wartung, Crew und Kraftstoff.
Liegeplatzkosten
Ein Liegeplatz in Monaco kostet für eine 25-Meter-Yacht etwa 300.000 Euro jährlich. In Antibes oder Saint-Tropez zahlen Sie zwischen 80.000 und 150.000 Euro. Kroatien oder Griechenland sind deutlich günstiger: 15.000 bis 40.000 Euro. Die Schweizer Seen bieten Plätze ab 8.000 Euro – allerdings mit eingeschränkter Saison.
Versicherung
Rechnen Sie mit 0,5 bis 1,5 Prozent des Yacht-Wertes pro Jahr. Eine 4-Millionen-Yacht kostet also 20.000 bis 60.000 Euro Versicherungsprämie. Die Deckungssumme sollte mindestens 5 Millionen Euro für Haftpflicht betragen.
Wartung und Reparaturen
Ferretti empfiehlt jährliche Inspektionen. Kosten: 15.000 bis 30.000 Euro je nach Modellgrösse. Alle fünf Jahre steht ein grösseres Service-Intervall an, inklusive Antifouling und eventueller Motorrevision. Budget: 80.000 bis 150.000 Euro.

Crew
Eine professionelle Crew ist ab 70 Fuss empfehlenswert. Ein erfahrener Kapitän verdient 4.000 bis 8.000 Euro monatlich plus Unterkunft. Ein Deckhand/Steward kommt auf 2.500 bis 4.000 Euro. Die Gesamtkosten für eine Zwei-Personen-Crew liegen bei 100.000 bis 180.000 Euro jährlich.
Kraftstoff
Eine Ferretti 780 mit zwei MAN V12-Motoren (je 1.550 PS) verbraucht bei Reisegeschwindigkeit etwa 280 Liter Diesel pro Stunde. Bei 200 Betriebsstunden jährlich und einem Dieselpreis von 1,80 Euro ergibt das 100.800 Euro Kraftstoffkosten. Wer schneller fährt, zahlt mehr.
Übrigens: Liebhaber von Luxus-Lifestyle wissen, dass Qualität ihren Preis hat – ob bei Luxus-Uhren, exklusiver Mode oder eben Yachten. Der Unterschied liegt im Erlebnis.
Welche Faktoren beeinflussen den Ferretti Yacht Preis?
Der endgültige Kaufpreis einer Ferretti hängt von sieben Hauptfaktoren ab: Modellgrösse, Motorisierung, Innenausstattung, Extras, Baujahr, Zustand und Marktlage. Eine individuell konfigurierte Neubestellung liegt oft 20 bis 35 Prozent über dem Basispreis des jeweiligen Modells.
Motorisierung
Ferretti bietet für die meisten Modelle verschiedene Motoroptionen. Die stärkere Variante kostet meist 150.000 bis 300.000 Euro Aufpreis. Mehr Leistung bedeutet höhere Geschwindigkeit – aber auch mehr Verbrauch. Für gemütliche Kreuzfahrten reicht die Standardmotorisierung völlig aus.
Innenausstattung
Drei Ausstattungslinien stehen zur Wahl. Classic ist im Basispreis enthalten. Contemporary und Avant-Garde kosten 80.000 bis 200.000 Euro extra. Die Unterschiede liegen in Holzarten, Stoffqualitäten und Designdetails. Ähnlich wie bei Luxusautos macht die Individualisierung den entscheidenden Unterschied.
Technische Extras
Gyro-Stabilisatoren reduzieren die Rollbewegung um bis zu 90 Prozent. Kostenpunkt: 150.000 bis 400.000 Euro je nach Yacht-Grösse. Underwater Lights, Jet-Skis, Tauchkompressoren oder ein Williams Jet-Tender addieren schnell weitere 100.000 bis 250.000 Euro.
Marktlage
Nach der Pandemie explodierten die Yacht-Preise. Lieferzeiten von 36 Monaten waren keine Seltenheit. 2025 hat sich der Markt normalisiert. Lagerboote sind wieder verfügbar. Die Verhandlungsposition der Käufer hat sich verbessert.
Ein Wort zu Währungsschwankungen: Ferretti fakturiert in Euro. Für Schweizer Käufer lohnt sich der Blick auf den EUR/CHF-Kurs. Eine Schwankung von fünf Prozent bedeutet bei einer 5-Millionen-Yacht immerhin 250.000 Franken Unterschied.
Wie lässt sich der Kauf einer Ferretti Yacht finanzieren?
Yacht-Finanzierungen sind über spezialisierte Banken und Leasinggesellschaften möglich. Die Konditionen liegen aktuell bei 4,5 bis 7 Prozent Zinsen bei 10 bis 20 Prozent Eigenkapital. Laufzeiten von 5 bis 15 Jahren sind üblich. Für Unternehmer kann Leasing steuerlich interessant sein.
Die Finanzierung einer Yacht unterscheidet sich grundlegend von einer Immobilie. Yachten verlieren an Wert. Banken verlangen daher höhere Sicherheiten und Zinsen. Eine Vollfinanzierung ist praktisch unmöglich – mindestens 20 Prozent Eigenkapital sind Standard.
In der Schweiz bieten Banken wie UBS, Credit Suisse (jetzt UBS) und spezialisierte Institute wie die Yacht-Credit AG entsprechende Produkte an. Die offizielle Ferretti-Website listet zudem autorisierte Finanzierungspartner.
Leasing funktioniert ähnlich wie beim Auto. Sie zahlen monatliche Raten und haben am Ende die Option, die Yacht zum Restwert zu übernehmen. Vorteil: Die Raten sind als Betriebsausgabe absetzbar, wenn die Yacht geschäftlich genutzt wird. Nachteil: Die Gesamtkosten liegen höher als beim Direktkauf.
Meine Einschätzung als Broker: Kaufen Sie nur das, was Sie sich leisten können. Eine Yacht sollte Freude bereiten – keine finanzielle Belastung sein. Wenn das Budget knapp ist, starten Sie mit einem kleineren Modell. Upgrades sind jederzeit möglich.
Für alle, die sich für weitere Aspekte des luxuriösen Lebensstils interessieren, bietet Fashion & Style inspirierende Einblicke. Und wer seinen geschäftlichen Erfolg auf das nächste Level bringen möchte, findet bei Erfolg & Business wertvolle Strategien.
Ihr nächster Schritt: Entdecken Sie auf luxury-motors.ch weitere Artikel rund um Yachten, Luxusautos und exklusiven Lifestyle. Ob aktuelle Marktanalysen, Kaufberatung oder Insider-Tipps – wir begleiten Sie auf dem Weg zu Ihrer Traumyacht.
Fazit und Empfehlung
Der Ferretti Yacht Preis spiegelt italienische Handwerkskunst, innovative Technik und zeitloses Design wider. Zwischen 1,5 und 12 Millionen Euro ist für jeden Anspruch das passende Modell dabei. Gebrauchte Yachten bieten attraktive Einstiegsmöglichkeiten ab 400.000 Euro.
Meine persönliche Empfehlung: Nehmen Sie sich Zeit für die Entscheidung. Besuchen Sie mindestens zwei Bootsmessen (Cannes, Genua, Boot Düsseldorf). Testen Sie verschiedene Modelle zur Probe. Und rechnen Sie ehrlich: Kaufpreis plus zehn Prozent jährlich für den Unterhalt.
Ferretti liefert konstant hohe Qualität. Die Wertstabilität ist überdurchschnittlich. Der Service-Netzwerk im Mittelmeerraum ist dicht. Wer eine Yacht für die nächsten 15 bis 20 Jahre sucht, macht mit Ferretti wenig falsch. Es gibt günstigere Alternativen – aber kaum bessere in diesem Preissegment.
Verfasst von Alexander Richter — Yacht-Broker und Segelweltmeister
Häufig gestellte Fragen
Was kostet die günstigste neue Ferretti Yacht?
Die günstigste neue Ferretti Yacht ist die Ferretti 500 mit einem Einstiegspreis von etwa 1,5 Millionen Euro. Inklusive üblicher Extras und Mehrwertsteuer sollten Sie mit 1,7 bis 1,9 Millionen Euro rechnen. Gebrauchte Ferretti-Modelle sind bereits ab 400.000 Euro erhältlich.
Wie hoch sind die jährlichen Unterhaltskosten einer Ferretti?
Die jährlichen Unterhaltskosten betragen 8 bis 12 Prozent des Yacht-Wertes. Bei einer 4-Millionen-Euro-Yacht sind das 320.000 bis 480.000 Euro pro Jahr. Diese Summe deckt Liegeplatz, Versicherung, Wartung, Crew und Kraftstoff ab. Der grösste Posten ist meist der Liegeplatz.
Verliert eine Ferretti Yacht schnell an Wert?
Ferretti-Yachten gehören zu den wertstabilsten am Markt. In den ersten drei Jahren verlieren sie etwa 12 Prozent pro Jahr, danach nur noch 6 bis 8 Prozent. Nach zehn Jahren stabilisiert sich der Wert bei 35 bis 45 Prozent des Neupreises – deutlich besser als viele Wettbewerber.
Kann ich eine Ferretti Yacht finanzieren?
Ja, spezialisierte Banken und Leasinggesellschaften bieten Yacht-Finanzierungen an. Die Zinsen liegen aktuell bei 4,5 bis 7 Prozent. Mindestens 10 bis 20 Prozent Eigenkapital sind erforderlich. Laufzeiten von 5 bis 15 Jahren sind möglich. Leasing kann steuerliche Vorteile bieten.
